Tiergestützte Therapie

Durch den gezielten Einsatz eines Tieres sollen positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten der Menschen erzielt werden. Wirkungsbereiche tiergestützter Therapie finden sich auf physischer, kognitiver, emotionaler und sozialer Ebene. Die nonverbale Arbeit der tiergestützten Therapie stellt durch eine direkte und unvoreingenommene Kommunikation mit dem Tier einen besonderen Zugang zu den oft unbewussten Anteilen in Gestik, Mimik und Körperhaltung, also der Körpersprache ganz allgemein.

Was ist tiergestützte Therapie?

Unter tiergestützter Therapie versteht man alle Maßnahmen, bei denen durch den gezielten Einsatz eines Tieres positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Menschen erzielt werden sollen. Das gilt für körperliche wie für seelische Erkrankungen.

Das Therapiepaar Mensch/Tier fungiert hierbei als Einheit. Als therapeutische Elemente werden dabei emotionale Nähe, Wärme und unbedingte Anerkennung durch das Tier angesehen.

Zusätzlich werden auch verschiedenste Techniken aus den Bereichen der Kommunikation und Interaktion, der basalen Stimulation und der Lernpsychologie eingesetzt.

Was ist ein Therapiebegleithund?

Ein Therapiebegleithund ist ein gut sozialisierter Hund mit besonders hoher Toleranzschwelle. Ein Therapiebegleithund darf keinerlei Anzeichen von Aggressionen haben. Selbst grobes, forderndes Verhalten darf ihn nicht aus der Ruhe bringen.

Therapiebegleithunde werden in der tiergestützten Therapie ausschließlich im Therapiehundeteam eingesetzt. Das bedeutet: Das Therapiehundeteam arbeitet gemeinsam, der Therapiebegleithund wird nicht an Dritte „verliehen“.

Wirkungsbereiche tiergestützter Therapie

  • physisch: Mobilisierung und Erhalt (fein)motorischer Fähigkeiten; Erhalt und Verbesserung der (Körper-)Wahrnehmung; Stabilisierung des Herz-Kreislauf-Systems; Entspannung der Muskulatur
  • kognitiv: Aktivierung des Gedächtnisses; Förderung und Erhalt sprachlicher Fertigkeiten
  • emotional: Stärkung des Selbstwertgefühls und des Selbstvertrauens; Abbau von Ängsten; Freude und Spaß beim Umgang mit dem Hund; Förderung der Sensibilität für eigene Ressourcen; Befriedigung des Bedürfnisses nach Zuwendung, Nähe, Geborgenheit
  • sozial: Erlernen von sozialen Verhaltensweisen wie Rücksichtnahme, Verantwortung, Zuverlässigkeit; Isolationsabbau und Förderung von Kontakten; Erlernen eines angemessenen Umgangs mit einem Hund

Unsere Therapiehunde sind gut sozialisiert und sehr menschenbezogen, außerdem verfügen sie über eine besonders hohe Toleranzschwelle.