Entspannungsverfahren - Kinder & Jugendliche

Das menschliche Leben besteht aus Zyklen der Anspannung und Lockerung, der Aktivität und der Ruhe. Menschen nutzen vielfältige Möglichkeiten, um dem Körper Erholung zu gewähren und Wohlbefinden zu erzeugen.

Entgegen alltäglicher Erholungspraktiken unterscheiden professionelle Entspannungsmethoden zwischen vegetativen, hirnelektrischen und interozeptiven Entspannungskomponenten. In diesem Zusammenhang sind auch pharmakologische Aspekte zu berücksichtigen.

Beim autogenen Training handelt es sich um konzentrative Selbstentspannung, welche mit eigener Kontrolle durchgeführt und durch Übung perfektioniert werden kann. Es ist eine Technik, die der Patient nach dem Erlernen in den Alltag integrieren und selbst durchführen kann.

Bei den imaginativen Verfahren wird die Vorstellungskraft genutzt, um Verhaltensmöglichkeiten in sensu einzuüben. In ihrer Anwendungsform, auch bezogen auf Alter und Entwicklungsstand, unterscheiden sich die einzelnen Verfahren beträchtlich.

Bei der Hypnose geht es um eine komplexe Wahrnehmungs- und Erlebnisverarbeitung auf kognitiver, emotionaler und physiologischer Ebene. Die Rolle der zu hypnotisierenden Person ist eher passiv, der Therapeut übernimmt weitestgehend die Führung.

Grundgedanke der progressiven Muskelrelaxation ist die Wechselwirkung zwischen zentralnervösen, mentalen Prozessen und peripheren, muskulären Veränderungen. Bei diesem Verfahren werden gezielt Muskelgruppen aktiviert und gelöst, um so sukzessiv eine Entspannung des gesamten Körpers zu erreichen.