Familientherapie

Als systemische Familientherapie wird eine Therapierichtung bezeichnet, die das familiäre System als Ressource sieht, auf dem aufbauend das einzelne Familienmitglied sowohl seine Fähigkeiten und Stärken als auch Verhaltensstörungen entwickeln kann. Zeigt ein Familienmitglied psychische oder Verhaltensauffälligkeiten, so wird der Betreffende als Symptomträger für das Gesamtfamiliensystem betrachtet. Im Fokus der systemischen Familientherapie stehen die interpersonellen Beziehungen.

Gebräuchliche Techniken der systemischen Familientherapie:

  • Herausarbeiten der positiven Aspekte von problematischen Sachverhalten
  • Skalierung von Auffälligkeiten zur Verdeutlichung von Unterschieden und Fortschritten
  • Fragen, die auf den vermuteten Standpunkt anwesender und abwesender Dritter abzielen
  • Umdeuten von Sachverhalten, um Interpretationsveränderungen anzuregen
  • Verschreibung des problematischen Verhaltens, um Automatismen zu verändern