Tics

Tics sind unwillkürliche, rasche, meist plötzliche und mitunter sehr heftige Bewegungen, die einzeln oder in Serie auftreten können. Die Bewegungen laufen oft wiederholt in immer gleicher Weise ab (stereotyp).

Man unterscheidet zwei Tic-Arten: Die motorischen (Muskelzuckungen) und die vokalen (Lautäußerungen) Tics. Die motorischen Tics äußern sich z.B. in Form von Augenblinzeln, Kopfrucken und Schulterrucken, während bei den vokalen Tics beispielsweise Räuspern, Husten, Grunzen oder das unkontrollierte Ausstoßen von, zum Teil obszönen, Lauten und Worten auffällt.

Tics beginnen meist im Grundschulalter, wobei die Symptome am stärksten zwischen dem 11. und 16. Lebensjahr ausgeprägt sind. Von einer vorübergehenden Ticstörung spricht man, wenn Tics an den meisten Tagen viele Male am Tag auftreten, in einem Zeitraum von mindestens vier Wochen und höchstens 12 Monaten. Sofern die Tics länger als 12 Monate andauern spricht man von einer chronischen Ticstörung.