Magersucht

Magersucht (Anorexia nervosa, Anorexie) zeichnet sich durch ein sehr niedriges Körpergewicht (mindestens 15% unter dem erwarteten Gewicht) aus, wobei der Gewichtsverlust absichtlich und selbst herbeigeführt wird. Durch Hungern und Vermeidung hochkalorischer Speisen versuchen die Betroffenen, dem Körper möglichst wenig Nahrung zuzuführen. Oft wird durch starke körperliche Aktivität der Energieverbrauch zusätzlich gesteigert, manchmal kommt es auch zu anderen so genannten gegensteuernden Maßnahmen wie Erbrechen.  Die betroffene Person empfindet sich trotz extremen Untergewichts als zu dick und sieht ihren bedrohlichen körperlichen Zustand häufig nicht (Körperschemastörung).

Folgen der Magersucht sind Unterernährung, Muskelschwund und Mangelernährung. Langzeitfolgen sind beispielsweise Osteoporose und Unfruchtbarkeit. 5 bis 15 % der Betroffenen sterben meist nicht durch Verhungern, sondern durch Infektionen des geschwächten Körpers oder durch Selbstmord.