Ess-Brech-Sucht

Bei der Ess-Brech-Sucht (Bulimie, Bulimia nervosa) sind die Betroffenen meist normalgewichtig, haben aber große Angst vor der Gewichtszunahme (dem Dickwerden), man kann das als Gewichtsphobie umschreiben. Hauptmerkmal der Erkrankung sind häufige Essanfälle (3 Monate lang mindestens zweimal wöchentlich), bei denen die betroffenen Personen innerhalb kürzester Zeit sehr große Nahrungsmengen konsumieren und dabei die Kontrolle verlieren. Sie ergreifen deshalb ungesunde Gegenmaßnahmen wie Fasten, Erbrechen, exzessiven Sport, Abführmittel oder Einläufe. In der Folge gerät der Körper in einen Mangelzustand - es folgen sogenannte Essattacken. Neben diesen Heißhunger-bedingten Essanfällen können aber auch stressbedingte Essanfälle auftreten, da Essen und Erbrechen oft als stressreduzierend erlebt werden.

Die Ess-Brech-Sucht kann zu Störungen des Elektrolyt-Stoffwechsels, zu Entzündungen der Speiseröhre, zu Zahnschäden sowie zu Mangelerscheinungen führen. Da durch einen gestörten Elektrolythaushalt das Herz angegriffen werden kann, kann es zu Herzversagen und zum Tod kommen, insbesondere wenn die Ess-Brech-Sucht noch mit Untergewicht einhergeht.