Zwangsstörungen

Die Zwangsstörung oder die Zwangsneurose ist gekennzeichnet durch Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen. Zwangsgedanken sind Ideen, Vorstellungen oder Impulse, die sich dem Patienten aufdrängen und die zumeist quälend bzw. unangenehm sind. Sie werden als eigene Gedanken erlebt, die man jedoch nicht abstellen kann.

Zum Teil haben die Zwangsgedanken aggressive Inhalte, die z.B. in den Gedanken von jungen Müttern einmünden, ihr Baby umbringen zu müssen. Dies kann beispielsweise dazu führen, dass diese Mütter in Anwesenheit ihres Babys kein Messer in die Hand nehmen, obwohl sie ihrem Kind niemals etwas antun würden.

Zwangshandlungen bestehen in zwanghaften Wiederholungen von Verhaltenweisen und finden sich besonders als Wasch-, Reinigungs- und Kontrollzwänge, aber auch Sammel-, Ordnungs- und Zählzwänge wieder. Die ebenfalls als störend und unangenehm erlebten Verhaltensweisen lassen sich nicht abstellen und führen oft zu einer erheblichen Beeinträchtigung im Alltag.