Depressionen

Was ist eine Depression?

Depressionen sind längerfristige Zustände mit gedrückter Stimmungslage, mit Nachlassen des Antriebes und verschiedenen weiteren Symptomen, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können, wobei nicht jedes Symptom vorhanden sein muss. 

Es kommt oft zu einem Verlust des Interesses, zu Freudlosigkeit, zu Appetitveränderungen mit Appetitabnahme und Gewichtsverlust oder auch Appetit- und Gewichtszunahme. Zudem ist eine Depression oft verbunden mit Schlafstörungen, Ein- und Durchschlafstörungen und frühzeitigem Erwachen sowie mit Grübeln, Ruhelosigkeit, Konzentrations- und Entscheidungsschwierigkeiten und einem verlangsamten Gedankengang, Gefühlen der Wertlosigkeit, geringem Selbstbewusstsein und unangebrachten Schuldgefühlen. Es kann auch zu wiederkehrenden Gedanken an Tod oder Eigengefährdung bis zum Selbstmord kommen, zu einer stark pessimistischen Erwartung und zu einem sozialen Rückzug.

Ablauf der Depression

Depressionen verlaufen meist in Krankheitsphasen. Die Episoden dauern oft Wochen bis Monate und können manchmal in chronifizierter Form sogar über Jahre andauern. Darüber hinaus kommt es häufig zu einer Wiederkehr von Depressionen (Rezidiven), insbesondere wenn Depressionen nicht qualifiziert behandelt werden. Die Depression geht mit einem schweren Leidensdruck einher und kann insbesondere bei zu später Behandlung mit einer Selbstmordgefährdung einhergehen. 

Die Depression ist die Erkrankung mit einem der höchsten Suizidrisiken aller psychischen Erkrankungen. 

Die Depression ist die häufigste psychische Erkrankung. Etwa jeder 5. Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens zumindest einmal an einer länger dauernden depressiven Störung. Die Ursachen der Depression sind vielfältig und neben erblichen Faktoren, einer sogenannten genetischen Disposition, spielen die Sozialisation, also die Aufwachsbedingungen in der Kindheit, emotionale, konfliktbezogene oder äußerlich belastende Faktoren eine Rolle. Wie stark die einzelnen Faktoren bei jedem einzelnen Patienten zu werten sind, ist individuell sehr unterschiedlich. Entsprechend sollte sich die Therapieplanung an den individuellen Beschwerden und dem individuellen Belastungsgefüge des Patienten orientieren.