Diagnostik

Um ein Problem in all seinen Facetten behandeln zu können, muss die Symptomatik vorher aus verschiedenen Blickrichtungen betrachtet und diagnostiziert werden.

Im Erstgespräch werden die Beschwerden und deren Entstehungsgeschichte erfragt und es wird ein erster psychiatrischer Befund erhoben. Es erfolgt dann die körperliche Untersuchung einschließlich des neurologischen Befundes. Im Labor werden umfangreiche Blutuntersuchungen durchgeführt und eine EEG- und EKG-Untersuchung gehören bei uns zum Standardprogramm. Bei einer entsprechenden Symptomatik können verschiedene Untersuchungen des Schlaflabors erfolgen. Außerdem werden bei entsprechenden Verdachtsmomenten bildgebende Verfahren (z.B. MRT-Untersuchungen) veranlasst.

Im Rahmen der psychologischen Diagnostik kommen neben der Verhaltens- und Interaktionsbeobachtung routinemäßig mindestens zehn testpsychologische Verfahren zur Anwendung:

Im Rahmen der Leistungsdiagnostik wird die Intelligenz mit Hilfe eines aussagekräftigen Verfahrens bestimmt (z.B. HAWIK). Außerdem wird routinemäßig die Konzentration getestet. Hierzu können auch apparative Verfahren zur Anwendung kommen. Bei einer entsprechenden Verdachtssymptomatik wird die Lese- und Rechtschreibleistung und auch die Rechenleistung erfasst, um somit ggf. auch Aussagen zu einer Legasthenie oder Dyskalkulie treffen zu können.

Bezüglich der Persönlichkeitsdiagnostik kommen primär verschiedene Fragebögen zur Anwendung. Diese werden durch projektive Verfahren ergänzt.

Unsere Testothek enthält Verfahren zu fast allen psychiatrischen Beschwerden und Krankheitsbildern (z.B.: Angst, Depression, Selbstwert- Motivationsprobleme, Esstörungen etc.), so dass je nach Beschwerdebild eine valide Aussage zur Intensität der Symptomatik im Vergleich zur Kontrollgruppe erfolgen kann.

Da wir in unserem Konzept einen systemischen Ansatz verfolgen, werden über verschiedene testpsychologische Verfahren auch Informationen über das Familiensystem gewonnen. Außerdem werden die Eltern - und soweit das von der Familie gewünscht wird - auch die Lehrer über Checklisten befragt.